Ein Großfeuer hat am Freitag morgen einen im Bau befindliche und kurz vor der Fertigstellung stehenden Hallenkomplex für eine Hähnchenmast im Kirchenhofweg in Sprötze nahezu vollständig vernichtet.
Das gut 80 x 20 Meter große Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, der Einsatz von vier Feuerwehren konnte das Niederbrennen nicht verhindern. Über mehrere Stunden waren die Wehren im Einsatz, um das Feuer endgültig zu löschen.
Um 04.47 Uhr waren die Feuerwehren aus Sprötze und Trelde durch die Winsener Rettungsleitstelle zu dem Brand der Halle alarmiert worden.
Schon auf der Anfahrt konnten die ersten anrückenden Kräfte beider Feuerwehren sich an dem weithin sichtbaren Feuerschein orientieren. Bei ihrem Eintreffen brannte das Gebäude in voller Ausdehnung, auch im Inneren der Halle befindliches Baumaterial stand im Vollbrand. Unverzüglich wurde die Feuerwehr Buchholz zur Unterstützung nachalarmiert.
Da von Anfang an klar war, dass für die Brandbekämpfung eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke erforderlich war, wurde die Feuerwehr Appel mit dem Gerätewagen-Logistik der Kreisfeuerwehr und umfangreichen Schlauchmaterial ebenfalls durch den Einsatzleiter, Buchholzs Stadtbrandmeister Karsten Cohrs nachgefordert.
Mit dem Eintreffen des Gerätewagens wurde eine gut 700 Meter lange Wasserversorgung vom nächstgelegenen Hydranten and der Ecke Bahnhofstraße/Kirchenhofstraße aufgebaut, eine Tragkraftspritze wurde in die Leitung eingebaut, um den Wasserdruck an der Brandstelle zu erhöhen. Mit einem massiven, von drei Seiten vorgetragenen Löschangriff gingen die gut 80 eingesetzten Feuerwehrleute gegen die brennende Halle vor, der Einsatz zeigte schnell Erfolg, das Feuer war binnen 30 Minuten vollständig unter Kontrolle.
Im Verlauf des Einsatzes stürzten größere Dachflächen ein, und Detonationen im Inneren der Halle sorgten für erneute teils starke Flammenbildungen. Vollständig vor den Flammen abgeschirmt wurde mit Erfolg eine zweite, gut zehn Meter entfernt stehende Halle. Bereits eineinhalb Stunden hach der Alarmierung konnten erste Feuerwehrkräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden, die Nachlöscharbeiten an der Halle dauerten bis in die Vormittagsstunden an.
Zur genauen Klärung der Brandursache hat die Polizei die gesamte Brandstelle beschlagnahmt, Brandermittlungsexperten haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar.
Bericht: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg
Bild: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg