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Wehren verabschieden Gemeindebrandmeister Harald Ziegeler

Nein, es war kein Feuer, zu dem die versammelten Feuerwehren der Samtgemeinde Gartow geschlossen ausrückten. Es war auch kein Hochwasser oder sonst ein Unglück – es war die Verabschiedung des ehemaligen Gemeindebrandmeisters Harald Ziegeler, zu dem alle Wehren mit ihren Fahrzeugen nach Nienwalde gekommen waren.

Eine Aktion, die man bis zum letzten Augenblick geheim gehalten hatte – vor allem vor Ziegeler, der überrascht zu seinem Nachfolger Holger Friedrichs und dessen Stellvertreter Manuel Maury ins Fahrzeug steigen durfte um dann – mit mehr als einem dutzend Feuerwehrfahrzeuge im Gefolge – nach Gartow chauffiert zu werden.

Dort, am Feuerwehrgerätehaus, bedankte sich der neue Gartower Gemeindebrandmeister Holger Friedrichs bei Ziegeler für seine stetige Einsatzbereitschaft, dafür, dass er „diese zeitintensiven und oftmals nervenaufreibende Aufgabe“ sieben Jahre lang wahrgenommen hatte, mit großen Sachverstand und großer Ruhe, selbst in schwierigsten Einsatzlagen, etwa beim Hochwasser 2013. „Du hast immer ein offenes Ohr für jeden Feuerwehrkameraden gehabt, hast großen Wert auf Zusammenhalt und Kameradschaft gelegt und immer aufmunternde Worte gehabt“, blickte Friedrichs zurück. Daher sei man froh, dass Ziegeler nicht in den Feuerwehr-Ruhestand gehe, sondern weiter mitarbeiten werde: in seiner Heimat-Wehr Nienwalde und in der örtlichen Einsatzleitung der Samtgemeinde-Feuerwehr Gartow.

Auch Gartows Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke lobte Zieglers Arbeit, zunächst als Ortsbrandmeister in Nienwalde, später dann als Stellvertreter des Gemeinde-Brandmeisters und schließlich, seit 2009, als Gemeindebrandmeister: „Dass wir in der Gemeinde eine gut aufgestellte und intakte Feuerwehr haben, ist nicht zuletzt dein Verdienst“. Järnecke erinnerte daran, dass Ziegeler – selbst Amtsdirektor in Lenzen – immer die richtigen Knöpfe zu drücken wusste, wenn es um Neuanschaffungen und Investitionen in seine Feuerwehr ging. „Und wir reden hier nicht von goldenen Türgriffen, sondern von Anschaffungen mit Augenmaß“, stellte Gartows Samtgemeindebürgermeister heraus. Kreisbrandmeister Claus Bauck dankte Ziegeler für seine Mitarbeit auf Kreisfeuerwehr-Ebene. „Du wusstest, wie man mit Politik und Verwaltung umzugehen hast, weil Du die selbe Sprachen sprechen kannst“, stellte Bauck heraus.

Ziegeler selbst betonte, dass er „nur das gemacht“ habe, „was jeder einzelne Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau auch getan hätte“. Wenn er nun gelobt werde, dann wolle er dieses Lob an alle Einsatzkräfte weitergeben, die freiwillig und unbezahlt ihre nicht immer einfache Pflicht erfüllen. Gerade beim Elbehochwasser 2013 haben sich Feuerwehren vor allem dadurch ausgezeichnet, dass sie zusammengehalten, große Verbundenheit bewiesen und Kameradschaft gelebt haben. „Nur dadurch war es uns möglich, das zu leisten, was wir geleistet haben. Und das war eine ganze Menge“, sagte ein sichtlich bewegter Harald Ziegeler.

Dass er nun sein Amt abgegeben habe, obwohl er noch lange nicht aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden müsse, sei auch im Nachhinein betrachtet der richtige Schritt gewesen, so Ziegeler. „Ich konnte gehen, weil ich wusste, dass da mit Holger Friedrichs und Manuel Maury zwei jüngere Männer bereit stehen, die die Zukunft der Feuerwehren in der Gemeinde sein werden. Man muss schließlich an die Zukunft denken und nicht dem vergangenen hinterher trauern.“


Bericht: Peter Burkhardt
Bild: Peter Burkhardt



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