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Zugunfall bei Walsrode – glücklicherweise nur Leichtverletzte

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Bahnübergang Fuhrenkamp in Beetenbrück (Stadt Walsrode) sind am frühen Donnerstagvormittag (09.11.2017) zwölf Menschen leicht verletzt worden. Ein Sattelschlepper kollidierte mit einem Erixx-Triebwagen, der mit 31 Personen besetzt war.

Gegen 6.35 Uhr wollte der 26-jährige Fahrer des Lkw von der Straße Fuhrenkamp kommend auf die Landesstraße 190 in Richtung Hodenhagen abbiegen, musste aber verkehrsbedingt auf den Bahnschienen anhalten. Als er wieder anfahren wollte, streikte offenbar die Technik. Nach Polizeiangaben war es dem Fahrer trotz zahlreicher Versuche nicht möglich, einen Gang einzulegen. Wenig später schlossen sich die Schranken, und der Erixx näherte sich aus Hannover kommend in Richtung Bahnhof Walsrode. Der 26-Jährige LKW-Fahrer verließ daraufhin die Fahrerkabine und lief dem Triebwagen entgegen, um den Lokführer zu warnen. Da der Erixx in dem Streckenabschnitt mit Tempo 120 unterwegs ist und einen Bremsweg von rund 500 Metern hat, ließ sich eine Kollision trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung nicht mehr vermeiden.

Die Zugmaschine des Sattelschleppers wurde bei dem Zusammenprall völlig zerstört, der Auflieger herumgeschleudert. Er landete auf dem Parkplatz eines Gewerbebetriebes und beschädigte dort mehrere abgestellte Pkw. Der Erixx kam etwa 380 Meter hinter der Unfallstelle zum Stillstand. Er entgleiste und war aufgrund schwerer Beschädigungen nicht mehr fahrbereit. Die Bergung des LKW´s und des Triebwagens zogen sich bis in den Nachmittag hinein. Da dazu schweres Gerät benötigt wurde, sperrten die Einsatzkräfte die Landesstraße 190 zwischen Düshorner Kreisel und Abzweig L 163 voll, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, dennoch kam es zu erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Krelingen und Düshorn waren mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Sie kümmerten sich zusammen mit dem Rettungsdienst und der Polizei um die "gestrandeten" und teilweise leicht verletzten Fahrgäste, nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf und sicherten die Strecke ab. Später rückte noch die Ortsfeuerwehr Walsrode mit dem Gerätewagen an, um mit Ölschlängeln ausgelaufene Betriebsstoffe auf einem nahegelegenen Regenrückhaltebecken zu beseitigen.

Nach Schätzungen der Fachleute beläuft sich der Schaden auf rund 4 Millionen Euro. Der Vorfall hatte bundesweit für Interesse gesorgt.



Text: Walsroder Zeitung, Jens Führer

Foto : Jens Führer


Bericht: Jens Führer, SPW Walsrode und Walsroder Zeitung
Bild: Jens Führer, SPW Walsrode



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