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Gefahrgutaustritt in Sittenser Gewerbegebiet - Großaufgebot an Feuerwehren probt Ernstfall

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften rückte am Samstagmorgen zur Karl-Benz-Straße ins Sittenser Gewerbegebiet aus. Dort war aus ungeklärter Ursache bei einem Lastkraftwagen eine zunächst unklare Flüssigkeit ausgelaufen. Der Fahrer hatte bei der Fahrzeugübernahme bemerkt, dass an der Seite eine Flüssigkeit austrat.

Zunächst rückte die Feuerwehr Sittensen aus und erkundete die Lage. Umgehend wurde die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt. Einsatzleiter Jürgen Stache ging nach der sogenannten „GAMS“ Regel vor, Gefahr erkennen, Absperrmaßnahmen treffen, Menschrettung und Spezialkräfte alarmieren. Nach dieser Regel werden Gefahrguteinsätze im ersten Angriff abgearbeitet. Weitere Kräfte fuhren dann die Einsatzstelle an. Neben dem Gefahr- und Umweltschutzzug des Landkreises kamen die Wehren Wohnste, Klein Meckelsen und Tiste dazu.

Nachdem der erste Trupp unter Atemschutz die Gefahrgutnummer des Lkws erkannt hatte, war klar, dass es sich um Ammoniumnitrat handelte. Dieser Stoff wird verwendet als Düngemittel oder Industriesprengstoff und wird als brandfördernder Stoff eingestuft. Parallel wurde von weiteren Einsatzkräften ein Notdekontaminationsplatz aufgebaut um die Einsatzkräfte, die beim Lkw waren zu dekontaminieren. Um gegen einen Brandausbruch vorbereitet zu sein, musste ein dreifacher Brandschutz sichergestellt werden. Folgende Löschmittel müssen bereitstehen: Wasser, Schaum und ein Pulverlöscher.

Inzwischen hatte der Einsatzleiter angeordnet die Einsatzstelle nur noch in Körperschutzform 3 zu betreten, das heißt, die Kräfte müssen in einem Chemikalienschutzanzug arbeiten. Nach dem die Ladebordwand des Lkws geöffnet wurde, waren weitere Fässer mit Benzin und Chlor auf der Ladefläche zu finden. Diese waren glücklicherweise nicht beschädigt.

Nach rund drei Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Auch Abschnittsleiter Peter Dettmer und Gemeindebrandmeister Torben Henning machten sich ein Bild von dem Geschehen. Die Übungslage wurde sehr gut von den Feuerwehrleuten abgearbeitet. Auch der Zugführer des Gefahr- und Umweltschutzzuges Maik Zerbe war begeistert wie motiviert die Kräfte das Szenario abgeleistet hatten. Solche Übungen finden in regelmäßigen Abständen, statt um immer auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Denn: Direkt vor der Haustür befindet sich die Autobahn 1, wo jeden Tag sehr viele Gefahrguttransporter unterwegs sind.


Bericht: Alexander Schröder, SG-PW Sittensen
Bild: Alexander Schröder, SG-PW Sittensen
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