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SG Salzhausen: Jahresrückblick des Gemeindebrandmeisters

Einen Anstieg der Einsatzzahlen um über 50% bilanzierte Salzhausens Gemeindebrandmeister Jörn Petersen jetzt während einer Sitzung des Samtgemeindekommandos für 2017. Mussten 2016 noch 159 Einsätze gefahren werden, so stieg diese Zahl im vergangenen Jahr auf 251 an. Insbesondere die zahlreichen Unwetter machten den elf Ortwehren der Samtgemeinde Salzhausen dabei zu schaffen. So stieg die Zahl der Technischen Hilfeleistungen von 132 auf 210. Dies führte zu einem Plus von 2500 Einsatzstunden gegenüber dem Vorjahr.
Geschuldet war dies aber auch den beiden Großbränden in Salzhausen, die mehrere Feuerwehren der Samtgemeinde für Stunden in Atem hielten. Durch das professionelle Vorgehen der Brandschützer konnten bei beiden Bränden bedeutende Sachwerte erhalten werden. Zwölf Personen konnten im vergangenen Jahr durch die Feuerwehr gerettet werden, Tote gab es erfreulicherweise nicht zu beklagen.
Zu den erwähnenswerten Einsätzen gehörten weiterhin ein Gefahrguteinsatz in Garstedt, zwei bei Bauarbeiten abgerissene Gasleitungen in Eyendorf und Salzhausen, sowie fünf Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen. Ein verunfallter Telekran bei Garlstorf verursachte einen stundenlangen Stromausfall in mehreren Ortschaften der Samtgemeinde. Die Feuerwehr Garlstorf hatte zudem 14 Einsätze auf der BAB7 abzuarbeiten.
Wie in den vergangenen Jahren auch, wurde das Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen unterstützt. 100 Feuerwehrleute waren hier an den vier Turniertagen im Einsatz.

Um die ehrenamtlichen Brandschützer auf all diese Szenarien vorzubereiten, wurde im vergangenen Jahr ein neues Übungskonzept und Standardeinsatzregeln erarbeitet und umgesetzt. Da es zudem immer mehr Probleme mit der sofortigen Verfügbarkeit von ausreichend Einsatzkräften am Tage gibt , wurde die Alarm- und Ausrückeordnung angepasst. Bei bestimmten Alarmstichworten werden jetzt von Vornherein mehrere Feuerwehren alarmiert, um von Beginn an genügend Einsatzkräfte insbesondere auch Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit war ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr. So wurde eine vielbeachtete Internetseite unter www.ff-sgs.de installiert, auf der sich interessierte Bürger über die Arbeit der Feuerwehren informieren können. Ein interner Bereich versorgt die Amtsträger mit allen benötigten Informationen und Formularen. Seit einigen Tagen ergänzt eine Facebookseite der Samtgemeindefeuerwehr das Informationsangebot. Auch ein Imagefilm wurde im vergangenen Jahr produziert. Unter http://www.nordsehen.tv/Videos/freiwillige-feuerwehr kann der sehr gelungene Film abgerufen werden.

Zufrieden zeigte sich Gemeindebrandmeister Petersen mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen. In den Einsatzabteilungen konnten diese auf nunmehr 506 Männer und Frauen gesteigert werden. Auch die Anzahl der Atemschutzgeräteträger stieg von 117 auf 132 an.
In den Jugend- und Kinderfeuerwehren sind mit 132 bzw. 56 mehr Mitglieder als im Vorjahr registriert. Für die Anfang diesen Jahres stattfindende Grundausbildung sind mit 44 Frauen und Männern fast doppelt so viel Anwärter angemeldet wie in den Jahren zuvor.

Auch die Ausrüstung konnte in 2017 weiter verbessert werden. In Eyendorf konnte ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) in Dienst gestellt und somit die letzte Ortswehr mit einem wasserführenden Einsatzfahrzeug ausgerüstet werden. Bei einem Feuer in einer Scheune konnte dieses Fahrzeug seinen hohen taktischen Einsatzwert bereits unter Beweis stellen.
Aufgrund einer Forderung der Feuerwehrunfallkasse mussten die Helme aller Atemschutzgeräteträger ausgetauscht werden. Dieser finanzielle Kraftakt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Samtgemeindeverwaltung bewältigt.
Auch das Feuerwehrhaus in Putensen entsprach bereits länger nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Hier konnte jetzt durch einen Umbau inkl. Ausbau des Dachgeschosses Abhilfe geschaffen werden.
Im laufenden Jahr wird an die FF Salzhausen ein neuer Rüstwagen (RW) ausgeliefert werden. Noch vor Ostern soll der über das Konzept der spezialisierten Gefahrenabwehr des Landkreises beschaffte RW das alte Fahrzeug ersetzen. Das neue Fahrzeug wird auch überörtlich bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Hilfeleistungen größeren Umfangs eingesetzt werden.
Geplant ist zudem, das inzwischen 30 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug der FF Garlstorf zu ersetzen. Auch das Feuerwehrhaus der FF Salzhausen ist den heutigen Ansprüchen nicht mehr gewachsen und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Zu beiden Projekten laufen zur Zeit die politischen Beratungen. Gemeindebrandmeister Petersen hofft, dass die nötigen Beschlüsse des Samtgemeinderates bis Mitte des Jahres gefasst werden können.

Petersen bedankte sich bei allen Feuerwehrleuten der Samtgemeinde, bei den Mitgliedern des Samtgemeindekommandos und bei Rat und Verwaltung für die hervorragende Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.


Bericht: GPW Salzhausen, Mathias Wille
Bild: GPW Salzhausen, Mathias Wille



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