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Feuerwehrführungskräfte trainieren Kommunikation und Fehlermanagement Schöps "Was bringt mir das dollste Feuerwehrauto, wenn die, die drinsitzen, streiten?"

Wie passieren eigentlich Fehler - und wie kann ich diese im Vorfeld vermeiden? Diese und weitere Fragen beschäftigten die Führungskräfte der Feuerwehr Pohlheim auf einem aktuellen Workshop. ,Fehlerkultur' war das Stichwort, mit dem 15 Mitglieder der Leitung der Feuerwehr, der Wehrführungen und Jugendfeuerwehr sich gemeinsam mit den Trainern Martin Lutz und Jonas Kreß von der FeuerwehrAgentur beschäftigt haben.

Inhalt der Fortbildung war neben der strukturellen Analyse von Fehlern aus den Bereichen Feuerwehr, Militär und Luftfahrt das Erkennen von Mustern und konkrete Ableitungen für den Einsatzalltag in Pohlheim.

Immerhin ist das, was die Freiwillige Feuerwehr tut, ein Hochrisikobereich. Konkret haben sich die Führungskräfte insbesondere mit der Kommunikation und den inneren Denkstrukturen in Gefahrenlagen beschäftigt, um nun daraus Konsequenzen für den Dienstbetrieb zu ziehen.

Für den Pohlheimer Feuerwehrchef Bernd Schöps steckt hinter den regelmäßigen Führungskräftefortbildungen ein klares Konzept. "Wenn ich Struktur in unserer Feuerwehr will, muss ich die Führungskräfte stärken und Leitplanken vorgeben. Wenn wir unsere Führungskräfte stärken wollen, muss ich ihnen Führungsmethoden an die Hand geben. Wenn ich sehe, dass es strukturelle oder kulturelle Themen gibt, muss ich diese bearbeiten, bevor sie sich verselbständigen und außer Kontrolle geraten. Feuerwehren sind heute filigrane Systeme, deren Management im Jahr 2018 weit mehr ist als feuerwehrtechnische Basisarbeit.

Was bringt mir das dollste Feuerwehrauto, wenn die, die drinsitzen, streiten? Oder wenn irgendwann keiner mehr drinsitzt?". Der Erfolg gibt Schöps Recht.

Zu Beginn seiner Dienstzeit vor knapp 8 Jahren hat er sich als besondere Schwerpunkte die Stärkung der Ausbildung in der Feuerwehr, die Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit und die methodische Stärkung von Führungskräften und Ausbildern gesetzt.

Die Feuerwehr Pohlheim hat einen Ausbildungsstand, der über dem Durchschnitt liegt. Und wächst kontinuierlich. Dies stößt auch bei Bürgermeister Udo Schöffmann auf sehr positive Resonanz. Er nahm an Teilen des Workshops teil und zeigte sich tief beeindruckt über die Methodik hinter den Kulissen seiner Feuerwehr.

Die Pohlheimer Erfolgsgeschichte bestätigt auch Trainer Martin Lutz von der FeuerwehrAgentur, der die Feuerwehr Pohlheim seit Amtsübernahme von Schöps begleitet: "Es ist eine wissenschaftlich belegte Tatsache, dass es Feuerwehren, die zeitgemäß führen, einen zeitgemäßen Ausbildungsdienst haben und eine zeitgemäße Außenkommunikation betreiben, gut geht.

Bernd Schöps gehört zu einen der ersten Leitern von Feuerwehren in der Region, der zum Beispiel strukturiert mit dem Methodentraining seiner Feuerwehrführungskräfte begonnen hat. Die gemeinsame Blickrichtung und die innere Kultur im Jahr 2018 gibt den Pohlheimern Recht. Das kann man beispielsweise an Bindung und Neugewinnung von Mitgliedern festmachen.".

Das findet auch Mario von Diemar, der erfahrene Feuerwehrführungskraft ist und für den diese Fortbildungen auch in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn sind "Diese Führungskräftelehrgänge haben ordentliches Niveau, aber überfordern niemanden. Ich lerne hier sowohl für meine Tätigkeit als Wehrführer, als auch für meinen normalen Beruf extrem viel, kann soziale Situationen besser einschätzen. Das macht im Fall der Fälle gelassener.

Außerdem erlebe ich in den Workshops meine Führungskräftekameraden und kann verstehen wie die ticken." Über eines sind sich die Führungskräfte nach dem Workshop dann auch einig: Über Fehler darf und muss offen geredet werden. "Wenn man in einer Organisation wie der Feuerwehr nicht offen über Fehler reden kann, ohne gleich als Depp hingestellt zu werden: Wo denn dann? Wir wollen aus Fehlern lernen." bestimmt Schöps die Marschrichtung.

Kontakt:
Martin Lutz
mlutz@FeuerwehrAgentur.de
Mobil 0178 / 2035057


Bericht: Martin Lutz, FeuerwehrAgentur Gießen (Hessen)
Bild: Martin Lutz, FeuerwehrAgentur Gießen (Hessen)



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