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Erfolgreiche Spürnasen: Vier Rettungshundeteams bestehen Prüfung in Salzhausen

Uta Kielau von der Rettungshundestaffel aus Salzhausen war gleich mit zwei Hunden bei der Mantrailer-Prüfung erfolgreich




Joka und Eildon haben sich eine besondere Belohnung verdient: Die beiden Hunde, die von Uta Kielau trainiert werden, haben am Wochenende (24./25. März 2018) in Salzhausen die anspruchsvolle Prüfung für Personenspürhunde, so genannte Mantrailer, bestanden. Damit sind sie für Such- und Rettungseinsätze zugelassen, wenn Menschen vermisst werden.

Insgesamt sechs Hund-Mensch-Teams aus Südniedersachsen, Hamburg, Schleswig, Salzhausen und Stralsund haben sich der anspruchsvollen Prüfung gestellt – vier von ihnen waren erfolgreich. Die Rettungshundestaffel Salzhausen richtete das erste Mal die Mantrailer-Prüfung aus. Die Spuren, die so genannten Trails, waren in der Samtgemeinde ausgelegt.



Der Prüfungstag begann für die Hundeführer mit einem theoretischen Wissenstest mit Fragen rund um die Themen Erste Hilfe an Mensch und Tier, Einsatztaktik, Wetterkunde und Umgang mit Karte und Kompass.

Der praktische Prüfungsteil war für Zwei- und Vierbeiner ein Wettlauf gegen die Zeit unter höchster Konzentration: In nur einer Stunde mussten die Rettungshundeteams eine vermisste Person anhand eines Geruchsträgers, zum Beispiel eines Kleidungstückes, auffinden.

Die zusätzliche Herausforderung: Der rund 2,5 Kilometer lange Trail war bereits 24 Stunden alt und führte sowohl durch städtisches als auch durch unbebautes Gebiet und über mehrere Kreuzungen. Die ausgebildeten Mantrailer durften sich weder durch andere Fußgänger oder Hunde, noch durch Straßenverkehr oder interessante Gerüche am Wegesrand von ihrer Spur abbringen lassen – Hochleistungsarbeit für die Spürnasen.

War die Person aufgespürt, mussten die Hundeführer unter den wachsamen Augen der Prüfer die medizinische Erstversorgung durchführen. Für die Prüfung war das Wetter mit 7 Grad und bedecktem Himmel optimal: "Schwierig wird es für die Hunde, wenn wir -15 Grad, starken Wind oder Gewitterluft haben", sagte Prüfer Jörg Oestreich von der Rettungshundestaffel Schleswig/Flensburg.



Hundeführerin Uta Kielau freute sich über ihren doppelten Erfolg mit Australian Shepherd Joka und Bloodhound Eildon: "Beide Hunde haben sehr gut mitgearbeitet, so dass sich das aufwendige Training gelohnt hat. Das wichtigste ist eine gute Kommunikation zwischen mir als Hundeführer und dem Hund. Schließlich geht es im Ernstfall um Menschenleben."



Prüfungsorganisatorin Anja Lütchens, Staffelleiterin in Salzhausen, war mit der Prüfungs-Premiere sehr zufrieden: "Jeder Trail hat seine eigenen Herausforderungen – da müssen Mensch und Tier optimal aufeinander abgestimmt sein. Die Teams haben die Prüfung gut gemeistert und die geprüften Mantrailer sind eine wichtige Säule unserer Rettungshundearbeit." Die trainierten Mantrailer zeichnet aus, dass sie in der Lage sind, auch Spuren zu verfolgen, die bereits mehrere Tage alt sind. Je früher sie alarmiert werden, desto besser.

"Mantrailer werden vor allem bei der Suche nach Menschen eingesetzt, die demenziell verändert sind, einen möglichen Suizid planen, nach einem Autounfall im Schockzustand herumirren oder bei kleinen Kindern, die sich verlaufen haben", erklärt Lütchens.



Über die Rettungshundestaffel Salzhausen:

Die Rettungshundestaffel Salzhausen besteht seit Anfang 2017. Sie hat acht Hundeführer und zehn Hunde. Am 17. März 2018 bestand Michael Henke bereits mit seinem Hund Thea in Gießen die Prüfung zum Flächensuchhund. Damit verfügt die Rettungshundestaffel Salzhausen nun über zwei geprüfte Flächensuchhunde und zwei geprüfte Mantrailer.



Über die ehrenamtliche Rettungshundearbeit:

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Man unterscheidet zwischen Flächensuchhunden, Trümmersuchhunden und Mantrailern. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen. Die Staffeln werden über die jeweilige Leitstelle angefordert.

Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss.


Bericht: Sonja Schleutker-Franke, Pressestelle JUH Harburg-Land
Bild: Die Johanniter
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