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Betriebsunfall fordert Feuerwehreinsatz - Bahnstrecke Hamburg – Bremen voll gesperrt

Am Mittwochvormittag kam es gegen 10.15 Uhr an der Westerveseder Landstraße, in Scheeßel auf dem Gelände einer Lackfabrik zu einem Betriebsunfall. Aus ungeklärter Ursache war ein etwa 120 Kilogramm schweres Gebinde mit dem chemischen Stoff Ethylendiamin leckgeschlagen. Der Stoff ist ein Rohstoff für die Herstellung von Lacken. Er ist flüssig, brennbar und gesundheitsschädlich. Der Stoff reagiert mit der Luftfeuchtigkeit, dabei entsteht ein Nebel.

Die betroffene Firma verfügt über eine moderne Kohlendioxid Brandmelde- und Löschanalage. Diese löste aus umgehen aus und befüllte die gesamte Halle mit dem Gas. Daraufhin rückte die Feuerwehr Scheeßel an und erkundete die Lage. Gemeindebrandmeister Dieter Apel lies umgehend das Alarmstichwort erhöhen als klar war, dass es sich um Gefahrgut handelte. Somit rückte die gesamte Gemeindefeuerwehr Scheeßel, der Gefahr- und Umweltschutzzug des Landkreises Rotenburg (Wümme), die Feuerwehr Rotenburg und Atemschutzgeräteträger aus der Samtgemeinde Fintel an.

Umgehend mussten umliegende Gebäude geräumt und die anliegende Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bremen gesperrt werden. Später musste das Kohlenstoffdioxid kontrolliert aus der Halle abgelassen werden. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen mit Schutzanzügen der Körperschutzform 2 in die Halle vor. Mit Bindemittel konnte der Stoff abgebunden werden. Parallel führten die Einsatzkräfte Messungen in der Umgebung durch. Nachdem die Flüssigkeit abgebunden war, wurde das betroffene Fass in ein Überfass befördert, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern.

Anschließend wurden die Maßnahmen der Feuerwehr nach über sieben Stunden zurückgefahren und die Einsatzstelle wieder an den Betreiber übergeben. Neben den Feuerwehren, die mit rund 30 Fahrzeugen und 128 Kräften vor Ort waren, waren auch zwei Rettungswagen sowie der Abschnittsleiter. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls werden durch die Polizei und das Gewerbeaufsichtsamt aufgenommen. Verletzte gab es dank vorbildlicher Ausführung der Evakuierungsmaßnahmen glücklicherweise nicht zu beklagen.

Dieses Kräfteaufgebot ist aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern nötig. Denn bei den sommerlichen Temperaturen ist der Einsatz sehr kräftezehrend und die Einsatzdauer sehr begrenzt.


Bericht: A.Schröder, Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
Bild: A.Schröder, Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
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