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Weiterhin hohes Einsatzniveau für die Feuerwehren im Landkreis Harburg – Mitgliederstand konnte erneut verbessert werden

Deutlich weniger Hilfeleistungen, dafür aber ein signifikanter Anstieg bei den Brandeinsätzen, dieses Kurzfazit für das abgelaufene Jahr 2018 zog Kreisbrandmeister Volker Bellmann im Rahmen der Dienstversammlung aller Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister am Wochenende in Kakenstorf.

„Beides hatte natürlich Ursachen“, betonte Bellmann bei der Präsentation seiner Jahresstatistik. Zum Einen fiel die Anzahl der Hilfeleistungseinsätze deutlich geringer gegenüber dem Vorjahr aus, weil im vergangenen Jahr keine großen Sturm- oder Orkanlagen die Feuerwehren des Landkreises forderten.

„Natürlich gab es diverse Unwetterereignisse mit Starkregen, aber insgesamt fiel die Anzahl der Einsätze im Sektor der Hilfeleistungen deutlich geringer aus“, verdeutlichte der Kreisbrandmeister. Hier erinnerte er an das Starkregenereignis Anfang Juni, das binnen weniger Minuten die Ortschaft Hittfeld überflutete und in der Folge für einen Großeinsatz von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Harburg führte.

Den erheblichen Anstieg der Brandeinsätze führte der Kreisbrandmeister weiterhin auf den langen, trockenen Sommer zurück, in dessen Folge es auch im Landkreis Harburg vermehrt zu Vegetationsbränden kam. Allein hier wurden über 170 Einsatzstellen gezählt, wo es in Waldgebieten, auf Freiflächen und Böschungen brannte.

Bei manchem Vegetationsbrand war viel Glück dabei, dass der jeweilige Brand sich nicht zu einem verheerenden Großfeuer entwickelte. Alles in allem wurden die 107 Freiwilligen Feuerwehren im vergangenen Jahr 4435mal alarmiert ( 2017 : 5485 ), um bei 3091 Einsätzen ( 2017 : 4192 ) tätig zu werden.

Dabei sank die Zahl der Hilfeleistungen wie erwähnt von 4192 in 2017 auf 3091 im vergangenen Jahr, im selben Zeitraum stieg die Anzahl der Brände von 764 auf 910 an.

Die Differenz zwischen Alarmierungen und tatsächlichen Einsätzen resultiert daraus, dass vielfach gleich mehrere Feuerwehren zu einem Einsatz alarmiert werden, um schon in der Anfangsphase eines Einsatzes ausreichend Einsatzkräfte vor Ort zu haben.

Hier erinnerte der Kreisbrandmeister erneut an die vielen Flächenbrände, wo schon in der Erstalarmierung mindestens zwei Tanklöschfahrzeuge zu der jeweiligen Brandstelle entsandt wurden.

Bei allen Einsätzen zusammen retteten die Feuerwehren durch ihren qualifizierten Einsatz 452 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen, für 43 weitere dagegen kam jede Hilfe zu spät. Auch 62 Tiere wurden durch die Feuerwehren gerettet, 61 Tiere konnten dagegen nicht mehr gerettet werden.

Einmal mehr einen erheblichen Anteil bei den Hilfeleistungen hatten die Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, hier wurden die Feuerwehren bei 84 teils schweren Verkehrsunfällen auf Bundesautobahnen sowie Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen tätig. Ein weiterer Löwenanteil bei den Hilfeleistungen machten die Notfalltüröffnungen aus, hier wurden 189 Einsätze alarmiert, um Türen zu öffnen, hinter denen erkrankte oder verletzte Personen auf Hilfe warteten.

Auch die Tragehilfen für den Rettungsdienst, wo zumeist beim Transport von schwergewichtigen Menschen durch enge Treppenhäuser geholfen wird, schlug mit 100 Einsätzen zu Buche. 360mal mussten auf Straßen gestürzte Bäume beseitigt werden, weitere 169 Einsätze galten gefährdeten Bäumen oder losen Ästen. 348mal rückten die Feuerwehrleute zu vollgelaufenen Kellern oder überfluteten Straßen aus.

Bei den Bränden ragten neben der hohen Anzahl an Vegetationsbränden auch die insgesamt 192 Einsätze wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen heraus. Nicht immer handelte es sich dabei um Fehlalarme wegen technischer Defekte, vielfach waren Staub oder andere Dämpfe verursachend für die ausgelösten Anlagen.

29 Einsätze galten weiterhin fehlausgelösten Rauchwarnmeldern in Privathäusern. Dazu wurde die Hilfe der Feuerwehren bei insgesamt 28 Großbränden erforderlich.
Sehr erfreut zeigte sich der Kreisbrandmeister über die erneut steigende Mitgliederzahlen bei den Feuerwehren. Entgegen dem Landestrend konnten die Zahlen sowohl bei den Aktiven als auch bei der Jugendfeuerwehr erneut gesteigert werden.

In den 107 Feuerwehre waren zum Jahresende 487 Frauen und Männer aktiv in den Einsatzabteilungen registriert gegenüber 4795 im Vorjahr Bei den Jugendfeuerwehren stieg die Zahl von 1458 i 2017 auf 1490 Jugendliche im vergangenen Jahr an. Bei den Kinderfeuerwahren sank die Zahl leicht, aber auch hier war Grund zur Freude, denn eine große Menge an Kindern konnte an die Jugendfeuerwehren übergeben werden, und die Zahl der Mitglieder dürfte wieder steigen, denn in diversen Orten werden neue Kinderfeuerwehren gegründet.

Verbessert werden konnte auch die Ausrüstung der Kreisfeuerwehr. Zwei neue Rüstwagen wurden im letzten Jahr in Dienst gestellt und bei den Feuerwehren Hollenstedt und Salzhausen stationiert. Beide Fahrzeuge konnten schon bei diversen Einsätzen ihr Können unter Beweis stellen.

Abgerundet wurde die harmonische Versammlung durch Ehrungen. Durch Kreisbrandmeister Volker Bellmann wurde der stellvertretende Abschnittsleiter Heide Jonny Anders für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit dem niedersächsischen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Weiter wurde der ABschnittsleiter Heide und stellvertretende Kreisbrandmeister Sven Wolkau durch den Regierungsbrandmeister Uwe Quante für hervorragende Leistungen in der Feuerwehr mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet.

Untermalt wurde die Versammlung zudem durch eine erneut hervorragende Produktschau der Firma C-B. Knig aus Halstenbek, die mit zahlreichen Neuerungen auf dem Feuerwehrsektor und neuen Fahrzeugen vertreten war und informierte.

Foto : Über die Ehrungen bei der Versammlung freuen sich v.l. Regierungsbrandmeister Uwe Quante, Sven Wolkau, Jonny Anders und Kreisbrandmeister Volker Bellmann.


Bericht: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg
Bild: Matthias Köhlbrandt / Claus Lühr (Red.FZ)



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