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Dringend gesucht: Neue Mitglieder und Atemschutzgeräteträger / Jahreshauptversammlung des Gemeindefeuerwehrverbandes / Augenmerk lag auch auf Ausbildung und zeitgemäßem Feuerwehrdienst

Pressemitteilung vom 22.03.2019 – Jahreshauptversammlung des Gemeindefeuerwehrverbandes Amt Neuhaus

Neuhaus/Elbe. Gemeindebrandmeister Dirk Baumann blickte am Freitagabend im Hotel Hannover in Neuhaus/Elbe auf das vergangene Feuerwehrjahr zurück.
Einen gewichtigen Teil seines Berichtes stellte dabei die derzeitige Situation der Atemschutzgeräteträger in der Gemeindefeuerwehr dar.
Die Träger der PA- Geräte (Pressluftatmer) sind Feuerwehrleute ab 18 Jahren, die sich mit einem Lehrgang für das Tragen und den Umgang dieser Geräte qualifiziert haben. Doch wie wichtig diese ausgebildeten Einsatzkräfte sind, ist Vielen nicht bewusst.
Vor einigen Jahren war es wohl so, dass nur bei einem Gebäudebrand im Innenangriff PA-Träger von Nöten waren. Heute jedoch- dank moderner und ausgeklügelter Technik- müssen die Blauröcke schon bei brennenden Fahrzeugen Träger vorhalten.
„Die Schadstoffe sind heutzutage überall. Es geht um Eure Gesundheit, deshalb lasst Euch ausbilden“, bekräftigte Kreisbrandmeister Torsten Hensel die Situation und bestärkt die Einsatzkräfte.
Und wenn wir mal ehrlich sind: Selbst bei einem Flächenbrand möchte wohl keiner von uns beim Löschen im schädlichen Qualm stehen. Wenige Atemzüge reichen aus, um gesundheitliche Schäden zu verursachen.

Daher appellierte Gemeindebrandmeister Dirk Baumann nicht nur an die Mitglieder der Einsatzabteilung, sich weiterzubilden. Eindringlich fordert er auch an alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Amt Neuhaus auf, in eine Freiwillige Feuerwehr einzutreten: „Es geht um Ihre Sicherheit, um Ihr Hab und Gut!“
Auch wenn die Gemeindefeuerwehr durch Quereinsteiger und Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr acht Mitglieder mehr als im vergangenen Jahr zählt, reicht dies noch lange nicht aus. Ausscheidende Feuerwehrleute in die Altersabteilung lassen die Mitgliederzahlen unterm Strich doch wieder wie vorher aussehen.

Die investierte Zeit in die Mitgliedergewinnung trug zwar Früchte, dennoch- was am Ende zählt ist die (nach wie vor geringe) Tagesverfügbarkeit in den Wehren.
Kreisbrandmeister Torsten Hensel bestätigte, dass die Grenze im Personalbereich nach oben immer offen ist.

Trotz des trockenen und langanhaltenden Sommers gab es nur 36 Einsätze (in 2017 waren es 41 Einsätze). 20 davon waren Technische Hilfeleistungen und 16 Brandeinsätze. Feuerwehrchef Baumann berichtete, dass die Befürchtungen, es komme zu Wald- und Flächenbränden, groß waren. Beide Arten von Feuern traten auf, aber durch schnelles Eingreifen waren diese binnen wenigen Stunden abgearbeitet.

Über einen weiteren Themenpunkt berichtete Baumanns Stellvertreter René Niederhoff. Im Gegensatz zu 2017 war das vergangene Jahr rekordverdächtig, zumindest was die Lehrgangsarbeit betraf. 148 Lehrgänge wurden beantragt (2017 waren es 71), 109 zugewiesen (2017 waren es 60) und auch alle 109 Lehrgänge wurden bestanden.
Auch an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz stand die Lehrgangsarbeit nicht still. So wurden aus dem Amt Neuhaus 22 Führungskräfte aus- und weitergebildet.
„Alles in Allem war es wieder ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr, mit noch nie dagewesenen Lehrgangszahlen. Weiter so!“, lobte Niederhoff die Feuerwehrleute.
Somit fielen auch die Auszeichnungen für erworbene Qualifikationen und langjährige Mitgliedschaften nicht allzu kurz aus.

Kreisbrandmeister Torsten Hensel nimmt die Ehrungen vor:
Für 25-jährige Verdienste wurden René Bieberle und Michael Hesse mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen geehrt.
Für 40-jährige Verdienste wurde Heiko Schefe mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen geehrt.
Dieter Timmermann erhielt das Abzeichen für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Die Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes verlieh man Uwe Lohel und die Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes erhielt Jens Matthies.

Befördert wurden folgende Feuerwehrleute:
Andreas Schmaltz zum Löschmeister,
Sabine Otto zur Oberlöschmeisterin,
Martin Dik und Sven Kretschmer zum Oberlöschmeister.
Ralf Voß und Kevin Kruse wurden zu Brandmeistern befördert.

In der Gefahrgutgruppe freut sich Gruppenführer Holger Stöckmann über zwei neue Mitglieder, somit kommen sie auf 20 Teilnehmer aus sechs Ortswehren.
An 71 Stunden wurde geübt, und wie sich herausstellte, war das auch gut so. Es gab im vergangenen Jahr einen Einsatz für die Sondergruppe. Als Teil des ABC-Zuges des Landkreises mussten die Blauröcke zur Firma Döhler in Dahlenburg ausrücken. Hier trat Ammoniak aus.

Bei den Kleinsten angefangen bis hin zur Altersabteilung durften Ausflüge, Spaß und Gemeinschaft nicht fehlen. So besuchten die pensionierten Feuerwehrleute im vergangenen Jahr die „Elbphilharmonie mit ihrer atemberaubenden Architektur“, berichtete Henry Kruse, Sprecher der Altersabteilung.
Kinder- und Jugendfeuerwehren starteten motiviert wie immer zu Wettkämpfen, Zeltlägern, Aktionstagen, Touren und Ausflügen durch:
525 Stunden waren die Kinderfeuerwehren insgesamt unterwegs, berichtete Kinderfeuerwehrwartin Bianca Schult. Dazu zählten unter anderem Fahrradtouren, der Besuch von Barfußpark und Tobeland, ein Kinotag und die etlichen „ganz normalen“ Dienste in den einzelnen Ortswehren.

Gemeindejugendfeuerwehrwartin Heike Pink erläuterte in ihrem Bericht, dass weiterhin daran gearbeitet werden müsse, die Arbeit mit den Jugendlichen attraktiver zu gestalten. Hilfe holt sie sich dabei von den drei Jugendsprechern der Gemeindejugendfeuerwehr Max Clasen, Ole Stöckmann und Fabio Wein. Das Trio nahm an allen Sitzungen teil und spricht Ideen und Wünsche aus.
Derzeit wird leider nur in sieben der zehn Jugendfeuerwehren regelmäßiger Feuerwehrdienst angeboten, beklagt Pink. Das läge an sehr geringen Mitgliederzahlen in den kleineren Orten, aber auch an unbesetzten Ämtern der Jugendwarte.

Zu den Gästen der Versammlung zählten Bürgermeisterin Grit Richter, der stellvertretende Bürgermeister Christian Fabel, aus dem Fachbereich für Ordnung und Soziales Henrik Mix, Pastor Schieferdecker, Kreisbrandmeister Torsten Hensel, Ratsherren und Ortsvorsteher, Vertreter der Polizei und die Vorsitzenden des Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverbandes Wilhelm Siefert und des Fördervereins „Brücke bauen e.V.“ Marko Puls.

Ehrenamt sollte wieder zur Ehrensache werden, denn nur mit gut ausgebildetem, motivierten und bewegtem Nachwuchs können sich einige Ortswehren noch am Leben erhalten. Mindeststärken und Ausrückezeiten müssen eingehalten werden und wer schon einmal Hilfe benötigt hat, weiß, wie lang die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte werden kann.
Nur wenn alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Amt Neuhaus zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen, kommen die ehrenamtlichen und freiwilligen Organisationen ans Ziel.
Passend dazu schloss Gemeindebrandmeister Dirk Baumann seinen Bericht mit dem Jahresmotto der niedersächsischen Feuerwehren:

Zukunft gestalten- Deine FEUERWEHR



Die Feuerwehr der Gemeinde Amt Neuhaus in Zahlen
- 10 Ortsfeuerwehren mit Grundausstattung
- 2 Stützpunktfeuerwehren
- 4 Kinderfeuerwehren
o 55 Kinder (2017 = 47) mit 28 Mädchen und 19 Jungen
- 10 Jugendfeuerwehren
o 72 Jugendliche (2017 = 67) mit 28 Mädchen und 44 Jungen
- Einsatzabteilung mit 325 Mitgliedern (2017 = 317) mit 47 Frauen und 278 Männern
- Altersabteilung mit 77 Mitgliedern mit 5 Frauen und 72 Männern



Bildunterschrift
Bild 1 Die Geehrten
V.l: Gem-BM Dirk Baumann, Dieter Timmermann, Uwe Lohel, Bürgermeisterin Grit Richter, Michael Hesse, René Bieberle, Jens Matthies, Heiko Schefe, stellv. Gem-BM René Niederhoff, Kreis-BM Torsten Hensel

Bild 2 Die Beförderten
V.l: Bürgermeisterin Grit Richter, Gem-BM Dirk Baumann, Martin Dilk, Sven Kretschmer, Sabine Otto, Ralf Voß, Andreas Schmaltz, Kevin Kruse, stellv. Gem-BM René Niederhoff, Kreis-BM Torsten Hensel


Bericht: Claudia Harms (Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus)
Bild: Claudia Harms (Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus)



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