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Übung der Freiwillige Feuerwehren von Welle und Kampen

Wie gut die Zusammenarbeit zwischen den großen und den kleineren freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde funktioniert, zeigten die Kameradinnen und Kameraden aus Welle und Kampen am Sonntag, den 07.04.2019. Da die Stützpunktwehr aus Welle nicht zuletzt im Hinblick auf die Bundesstraße 3 im Bereich der technischen Hilfeleistung und Personenrettung nach Verkehrsunfällen über weit umfangreichere Ausstattung verfügt als die „kleine“ Ortsfeuerwehr von Kampen, trafen sich die Wehren nun schon zum 2. Mal erfolgreich zu einer gemeinsamen Übung zur Anwendung von „Hydraulikschere- und spreizer“.

Die Aufgabe war die Personenrettung mit eingeklemmter Person nach einem Verkehrsunfall auf einem landwirtschaftlichen Weg in Kampen. Nachdem die Kampener Wehr die Einsatzstelle abgesichert und soweit ihr möglich bereits die Löschmittelversorgung vorgenommen hatte, traf die übungsmäßig nachalarmierte Weller Wehr mit ihrer Ausrüstung und insgesamt 3 Fahrzeugen zur Personenrettung ein. Gemeinsam wurde das bei solchen Einsatzlagen benötigte Gerät und Ausrüstung aufgebaut und zur Anwendung gebracht. Zunächst wird das Fahrzeug mit Holz unterlegt, um ein Verrutschen oder sonstige Bewegungen bei den Rettungsmaßnahmen zu verhindern, die den Verletzten weiter beeinträchtigen könnten. Gleichzeitig ergänzten die Weller die Löschmittelbereitstellung durch Ihr Schaumlöschmittel-rohr.

Um die eingeklemmte Person vor Verletzungen durch Glassplitter zu sichern, wird sie zuerst mit einer transparenten Folie abgedeckt und dabei immer durch eine Rettungskraft betreut. Um der verunfallten Person die verständliche Angst und Panik zu nehmen, werden ihr dabei auch die einzelnen Rettungsschritte erläutert und ihr gut zugeredet. Mit der hydraulischen Schere werden dann zunächst die Fahrertür und Beifahrertür entfernt und die Windschutzscheibe herausgeschnitten. Danach werden die A, B und C Säulen des Fahrzeugs durchtrennt, so dass das Dach aufgeklappt werden kann. Erst dadurch entsteht ausreichend Platz, die verletzte Person wirbelsäulenschonend durch Einsatz eines Rettungsbretts aus dem Fahrzeug zu retten. Hierzu sind bis zu 4 Einsatzkräfte erforderlich. So kann die verletzte Person schonend dem Notarzt oder dem Rettungswagen übergeben werden. Selbstverständlich wird das Übungsfahrzeug, das nunmehr eher einem Cabrio gleicht, ordnungsgemäß entsorgt und die Einsatzstelle sauber wieder verlassen. Die einzelnen Rettungsschritte sind auf den beigefügten Bildern gut zu erkennen.

Mit derartigen gemeinsamen Übungen erhalten auch kleine Wehren und deren Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit Einsatzgerät zu bedienen, über das ihre eigenen Wehren nicht verfügen. Auch die Verlastung des benötigten Rettungsgeräts auf den insoweit fremden Fahrzeugen kennenzulernen, dient die Übung, denn immer häufiger werden die kleineren Wehren bei schwindender Tageseinsatzverfügbarkeit der Feuerwehren insgesamt zum Auffüllen der erforderlichen Kräfte bei Einsätzen mit- oder nachalarmiert. Nicht zuletzt das Kennenlernen der Kameradinnen und Kameraden untereinander und deren Arbeitsweisen und Vorgehen im Einsatz ermöglicht das problemlose Integrieren der Rettungskräfte unterschiedlicher Wehren bei Einsätzen anderer Feuerwehren. So findet die Übung im kameradschaftlichen Beisammensein bei Wurst und Getränken seinen Ausklang.

Das Konzept der Bündelung der Kompetenzen größerer und kleinerer Wehren in der Samtgemeinde ist die Strategie der Gemeindebrandmeister Sven Bauer, Frank Tödter und Oliver Zöller, um einerseits der schwindenden Tageseinsatzverfügbarkeit der Einsatzkräfte in den jeweiligen Wehren zu begegnen, andererseits die vorhandene Ausrüstung möglichst optimal im Gebiet der Samtgemeinde - immerhin der flächenmäßig größten im Landkreis Harburg - einzusetzen.


Bericht: SG Pressesprecher Thomas Rieche
Bild: SG Tostedt



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