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Alles im grünen Bereich in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung?


Wer die Zeitungen liest, Radio hört und Fernsehen schaut, der kommt an einem Thema nicht vorbei. Die Klimaerwärmung schreitet voran und ein weiterer trockener Sommer könnte auf uns zu kommen.

Die Gefahr, dass uns hier im Landkreis Lüchow-Dannenberg, Wald- und Vegetationsbrände ereilen steigt zunehmend. Im Jahr 2018 hatten wir einfach nur ein riesiges Glück das nicht mehr geschehen ist! Darauf hatte ich bereits in meinem Jahresbericht 2018 als Kreissicherheitsbeauftragter hingewiesen. Wir haben hier mehrere große Wald- und Heide-Gebiete, die teilweise naturbelassen sind und entsprechend hohe Brandlasten durch niedrigen Bewuchs und herumliegendes Altholz haben.

Anders als bei einem Hochwasser, welches sich in der Regel Tage bzw. Wochen im Voraus „anmeldet“ und die Einsatzkräfte sich dann entsprechend vorbereiten können, entsteht ein Wald-/ Vegetationsbrand in der Regel spontan. Das bedeutet, die Einsatzkräfte können nicht erst trainiert bzw. ausgebildet und ausgerüstet werden, wenn es erst mal brennt.

Eine gute flächendeckende Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehrleute ist allerdings sicherheitsrelevant und somit dringend und zeitnah anzuraten. Inzwischen sind auch auf Landesebene Bestrebungen zu erkennen, die Feuerwehren in Niedersachsen entsprechend vorzubereiten, zu trainieren und hoffentlich auch auszurüsten. Hier werden aber u.U. noch Jahre ins Land gehen, bevor an der10. Fachsymposium NABK in Celle und Loy entsprechende Lehrgänge angeboten werden und dann die ausreichende Anzahl von Lehrgangsplätzen auch zur Verfügung stehen.

Ergänzend besteht die Problematik, dass Wasserentnahmestellen in Waldgebieten Mangelware und diese teilweise sogar defekt sind, viele Wald- und Anfahrtswege zugewachsen sind.

Die letzte Waldbrandkatastrophe (mit 7 Toten und zahlreichen verletzten Feuerwehrleuten) ereignete sich in Niedersachsen 1975 ist also ca. 44 Jahre her und die meisten der damals tätigen Einsatzkräfte dürften inzwischen Mitglied in der Altersabteilung sein, mal davon abgesehen ist der heutige Stand der Technik und der Einsatztaktik nicht mehr mit 1975 vergleichbar.

Eine flächendeckende und vor Allem zeitnahe Ausbildung der kommunalen Feuerwehren im Landkreis tut also Not.

Immer wieder sehe und erlebe ich bei kleineren Bränden in Waldgebieten auf Äckern und Wiesen, dass Einsatzkräfte falsch ausgerüstet und mit wenig geeigneten Einsatzmitteln vorgehen und sich dadurch teilweise selbst gefährden. In der Samtgemeinde Elbtalaue wird im Jahr 2019 die entsprechende Ausbildung der Feuerwehren eingeleitet.

Es gibt im Bundesland Niedersachsen nach meiner Information aktuell 3 qualifizierte Anbieter für die Ausbildung der kommunalen Feuerwehren, das sind das „Waldbrandteam e.V.“, „Forest Fire Watch“ und „@fire“. Alle 3 haben sehr gute Ausbildungsangebote und vor Allem die entsprechenden notwendigen Fachkenntnisse.

Es obliegt den Trägern des Brandschutzes ihre Einsatzkräfte entsprechend zu schulen, auszurüsten und damit zu schützen. Die Gesundheit und Sicherheit der Einsatzkräfte hängen definitiv von einer guten Ausbildung und angemessener Ausrüstung ab.

Am 22.Juni 2019 findet in Ludwigslust ein Fachsymposium, das „10. Wipfelfeuer“ zur Wald- und Flächenbrandbekämpfung statt. Dort gibt es neben Fachvorträgen auch Einsatzmaterialien zu sehen und die Vorgehensweise damit wird praktisch vorgeführt.


Bericht: Rainer Gronemann
Bild: Peter Burkhard und Wipfelfeuer.de
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