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Feuerwehr Schwarzenbek ist Deutscher Meister bei der VFDU Rescue Challenge 2019


Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek ist Deutscher Meister in der Unfallrettung. Am Sonntagabend bekam die von Jan Reinhard Riffel angeführte Truppe in Hemer (Nordrhein Westfalen) den Wanderpokal als bestes Team. Lara Drews wurde außerdem beste Medic, die als innere Retterin für die Patientenbetreuung zuständig ist. Lars Militzer, Tobias Lahode, Stella Mau und Falk Milbrandt kamen auf den dritten Platz als „Tools“, die für die Patientenrettung und die Sicherung des Fahrzeugs zuständig sind.

„Es war ein tip-top gelungenes Wochenende, den überraschenden Erfolg müssen wir alle erst noch realisieren“, fasste Jan Piossek, Zugführer der Feuerwehr, zusammen. Er hatte die Gründung des Teams koordiniert.

Die Vereinigung zur Förderung des deutschen Unfallrettungswesens (VFDU) organisiert jährlich die Meisterschaft in der Unfallrettung. Ziel ist es, einen Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Teams zu ermöglichen. 22 Mannschaften aus ganz Deutschland waren diesmal am Start – die aus Schwarzenbek das erste Mal.

„Das war ein wahrlich meisterhafter Auftritt. Im Team hat einfach alles gestimmt“, sagte Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Mit Blaulicht, rotem Teppich und dem Song „We are the Champions“ wurde das Team bei der Rückkehr in Schwarzenbek begrüßt. Bettin: „Von dem, was im Rahmen der Meisterschaft gelernt wurde, werden alle Kameraden in der Ausbildung profitieren und wir werden letztendlich bei Unfällen noch bessere Hilfe leisten können.“

Bei der so genannten Rescue Challenge müssen die Mannschaften jeweils zwei Szenarien abarbeiten, eines in zehn, das andere in 20 Minuten. Zuerst retteten die Schwarzenbeker den Fahrer eines Autos durch den Kofferraum. Bei der zweiten Aufgabe schnitten sie das Dach des Wagens auf.

„Weil der Patient schon nach 17 Minuten befreit war, forderten die Wertungsrichter von Lara und Stella kurzerhand noch die medizinische Versorgung und die Übergabe an einen Notarzt und ich durfte dem Oberschiedsrichter noch eine Lagemeldung geben“, sagt Riffel.

Sieben Mal hatte sich die Wettbewerbs-Mannschaft mit ihren Helfern vorab zum Training getroffen. Etwa 25 Autos wurden dabei zerlegt. „Mit der Leistung beim ersten Szenario waren wir in Hemer selbst eher unzufrieden, aber beim zweiten Mal lief es perfekt“, so Riffel. Lara Drews, die im Team für die medizinische Versorgung des Unfallopfers zuständig ist, erhielt sogar einen Innovationspunkt von ihrem Bewerter: Riffel hatte morgens kurzfristig einen Plüsch-Löwen vom Rettungsdienst besorgt.

Lara Drews setzte diesen ins Auto und sagte dem Unfallfahrer, er möge sich darauf konzentrieren. „Sonst wurden die betroffenen immer angesprochen und ihnen gesagt, sie mögen auf die erhobene Hand schauen. das fanden wir doof, das wollten wir besser machen. Hat ja geklappt“, sagte Lara Drews.

„Sie kamen, sie sahen und sie siegten“ sagte der Moderator der Siegerehrung, als er die Schwarzenbeker auf die Bühne rief. „Wir sind eigentlich an den Start gegangen, um etwas zu lernen und zu gucken, was andere so machen. Denn wir wollen bei Unfällen ja best mögliche Hilfe leisten. An so einen Erfolg konnte man vorher nicht denken“, berichtete Piossek.

Jetzt ist die Mannschaft für die Weltmeisterschaft in der Unfallrettung vom 12. bis 15. September in Frankreich qualifiziert. „Das wäre natürlich noch einmal eine besondere Erfahrung, der internationale Austausch aktueller Rettungstechniken. Wir hoffen jetzt auf Sponsoren, die uns die Teilnahme dort ermöglichen“, sagt der Zugführer, der per Email unter info@feuerwehr-schwarzenbek.de zu erreichen ist.

2020 findet die nächste Rescue Challenge der VFDU in Neuburg an der Donau statt. Auch dort wird Schwarzenbek wieder antreten – um für die Menschen in der Region immer optimal aufgestellt zu sein.


Bericht: FF Schwarzenbek
Bild: FF Schwarzenbek
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