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Zufriedene Wehren, interessierte Zuschauer und glückliche Tiere

Ob in der(Tages-)Zeitung, im Radio oder im Fernsehen: Hitzerekorde, Dürre, Wassermangel, Wald- und Flächenbrände, Ernteausfälle oder geschwächte Bäume – das Thema Wetter und dessen Folgen ist derzeit allgegenwärtig. Ein besonders unter der Trockenheit leidender Raum ist unsere Region. Große Kiefernwälder und größtenteils „schlechte Böden“ lassen hier aktuell Landwirte, Waldbesitzer sowie Nutztier- und Pferdehalter verzweifeln. 

Es gibt also nur Negatives zu berichten? Nein, denn innerhalb der aktuellen Sommer-Trockenheit lassen sich durchaus Lichtblicke finden, wie die nachstehende Allianz verdeutlicht: 

Am Rande Gartows finden sich zwei kleine Wildgatter, die Rot- und Damwild sowie Wildschweine beherbergen. Auch diese Tiere leiden aktuell unter massiven Wassermangel. Drei Feuerwehren hatten es sich unlängst zur Aufgabe gemacht, diese Tiere regelmäßig mit kühlem Nass zu versorgen und so die Wasserlieferungen der Gräflich Bernstorff'schen Betriebe, die Mitbetreiber der Gehege sind, zu flankieren. Am vergangenen Samstag fuhren insgesamt fünf Fahrzeuge der Wehren Gartow, Gorleben und Prezelle und brachten tausende Liter Wasser in die Gehege. 

„Unser Engagement ist nicht nur eine Selbstverständlichkeit“, betont Janis Malchow, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Prezelle. „Wie auch in Gartow und Gorleben besteht bei uns ein dringlicher Ausbildungsbedarf an den neuen Fahrzeugen und deren Gerätschaften. Von der Wasserförderung bis zur schnellen Wasserabgabe während der Fahrt – dies alles lässt sich am Wildgatter üben“, erläutert Malchow und fasst zusammen: „Indem wir am Wildgatter trainieren, können wir alle unsere Maschinisten wechselseitig ausbilden und dabei zeitgleich den Tieren eine Hilfestellung geben.“

Wie dringlich dieser ehrenamtliche Service der Feuerwehrleute ist, verdeutlichten auch an diesem Samstag beeindruckende Bilder: Z.T. stellen sich die Tiere noch während der Wasserlieferung in den künstlichen Regen oder beginnen unmittelbar nach der Wasserabgabe aus den Tümpeln zu trinken. Nach drei Fahrten und über 50.000 Litern Wasser rückten die engagierten Aktiven sowie diverse Mitglieder aller drei Jugendwehren zufrieden wieder ab.

Zufrieden dürften nicht nur Zuschauer gewesen sein, die dieser zweistündigen Aktion interessiert beiwohnten. Zufrieden waren auch Gemeindebrandmeister Holger Friedrichs und dessen Stellvertreter Manuel Maury: „Bewundernswert, mit welcher Geduld die Besatzungen Frage um Frage beantworteten. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehren wurden angesprochen und gaben bereitwillig Auskunft und warben so für die Feuerwehr. Wir haben heute in einem Zug Maschinisten-Ausbildung betrieben, Hydranten gespült die Tiere versorgt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben“, resümiert Maury und der stellvertretende Ortsbrandmeister der Gorlebener Wehr, Kai Motzkus, ergänzt: „Wenn wir parallel dazu heute auch nur einen Menschen überzeugen konnten, bei uns einzutreten, hat sich das Engagement noch mehr gelohnt!“


Bericht: Peter Burkhardt
Bild: Marco Lohse, Holger Voss



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