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Kompetente Schulungen - 50 Jahre Kreisausbildung

Am 17.11.1969 startete die Kreisausbildung offiziell mit ihrem ersten Lehrgang in Scharnebeck an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ). Das war Grund genug, im Rahmen eines Festaktes den Rückblick auf 50 Jahre Kreisausbildung zu werfen.

Zahlreiche Gäste hatten Kreisbrandmeister Torsten Hensel und Kreisausbildungsleiterin Birgitt Wulf in das Veranstaltungszentrum Scharnebeck geladen. Natürlich waren auch alle 43 Ausbilder vor Ort. Besonderer Gast war Kamerad der „ersten Stunde“, Egon Ojowski als Kreisausbildungsleiter von 1972 bis 1982.

Durch das Programm führte Kamerad Daniel Römer als Moderator und den musikalischen Rahmen gestaltete der Musikzug der Feuerwehr Artlenburg.

Als erster Redner berichtete Egon Ojowski von den Anfängen der Kreisausbildung. Nach der Gründung starte der erste Grundlehrgang am 17. November 1969 mit 360 Anmeldungen. Leider konnten nicht alle teilnehmen, es wurden vier Gruppen mit 35-40 Teilnehmern gebildet.
Unter dem ersten Kreisausbildungsleiter Hans Sander wurde dann auch die erste Sprechfunkerunterweisung am 07.01.1970 angeboten. Anders als heute fand der gesamte Unterricht in einem Raum statt, dieser war auch gleichzeitig der Speise-, Pausen- und Umkleideraum.

Auch die technischen Möglichkeiten waren andere als heute: was wichtig war, wurde an Tafeln geschrieben oder als Matrize vervielfältigt. Besondere Errungenschaft war ein Lichtprojektor, der es ermöglichte, Buch- oder Heftseiten an die Wand zu projetzieren.
Weitere Unterweisungen folgten: Atemschutzträger-, Gerätewart- und Maschinistenunterweisung, somit konnten im ersten Ausbildungsabschnitt bereits 304 Kameraden ausgebildet werden.

Ein Meilenstein unter der Leitung von Egon Ojewski war am 23.10.1978 die offizielle Genehmigung durch das Ministerium für Inneres, dass nunmehr Sprechfunk-, Maschinisten- und Atemschutzgeräteträgerausbildung nicht mehr nur als Unterweisung stattfinden, sondern als anerkannte Lehrgänge durchgeführt werden können.

Als nächster Redner kam Klaus Rund. Er berichtete über die Zeit von 1982 bis 1997:
Nach Ojewski kam der bereits verstorbene Siegfried Fuhrhop (1982-1992) als Leiter. Er sorgte für ein Ausbildungsgelände, die landwirtschaftliche Fläche gegenüber der FTZ war der richtige Ort. So wurde die Fläche ab 1990 an den Landkreis verpachtet und ein ideales Übungsgelände geschaffen. 1991 kaufte der Landkreis das Gelände.

1992 übernahm Klaus Rund die Leitung der Kreisausbildung und musste mit den verschiedenen politischen Veränderungen, die auch Einfluss auf die Feuerwehrausbildung im Landkreis, hatten fertig werden. So wurde das Amt Neuhaus wieder an Niedersachsen und damit an den Landkreis Lüneburg angegliedert. Somit kamen auf einen Schlag zwölf Feuerwehren hinzu, die ebenfalls ausgebildet werden wollten.

Als dritter Redner aus dem Kreise der Ausbilder hatte Wilhelm Laue das Wort. Er berichtet über die Zeit von Hartmut Köhler (1997-2007), die von Volker Tiedemann (2007-2008) und seine Zeit als Ausbildungsleiter von 2008 bis 2015. Die erste Truppführerausbildung auf Kreisebene fand statt. Mit Anschaffung des Brandhauses (drei überdachte Container), konnte auch endlich eine „Heißausbildung“ für Atemschutzgeräteträger stattfinden. Die Zahl der Ausbildungen, Lehrgänge und Seminare nahm immer zu, der Bedarf war deutlich zu spüren. Die Zahl der Führungsseminare wurde gesteigert. 2011 wurde erstmals die Zahl von 1000 Teilnehmern überschritten. Und so ging es weiter, berichtete Stephan Diek als vierter Redner. Er war von 2015 bis 2017 Leiter, weitere Lehrgänge wurden angeboten. So wurde 2017 aus der Unterweisung „Technische Hilfe (TH)“, der erste TH-Lehrgang.

Auch die Gäste lobten das Engagement der Ausbilder, so beschrieb der Kreisbrandmeister aus Uelzen Helmut Rücker die immer steigende Anforderung an die Ausbildung: „... und wer nicht ständig versucht sich zu verbessern, hört schnell auf gut zu sein! ...“. Aber auch dass jeder mit seinen Stärken und Schwächen akzeptiert und integriert wird, sollte unabhängig von der Herkunft selbstverständlich sein.

Auch Landrat Jens Böther lobte das große Engagement der Ausbilder, da diese Arbeit „on Top“ geleistet wird. Jens Böther hatte an diesem Tag auch seine erste offizielle Teilnahme als neuer Landrat auf einer Veranstaltung der Kreisfeuerwehr Lüneburg. Seine Unterstützung für die Arbeit der Feuerwehr machte er auch deutlich, indem er in seiner Feuerwehruniform erschien und selbst von seinen Erlebnissen als Teilnehmer in der Kreisfeuerwehrausbildung berichtete.

Matthias Bunzel als Abteilungsleiter Führungslehre der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle wies auf die enge Verbundenheit zwischen der Kreisausbildung und der Landesausbildung hin: „Haben wir doch beide Feuerwehr im Herzen und im Kopf“.

Als letzte Rednerin hatte die derzeit amtierende Kreisausbildungsleiterin Birgitt Wulf das Wort, auch sie betonte in ihrer Schlussrede, dass die Kreisausbildung noch lange nicht das Ende der Zahl der Ausbildungen und Lehrgänge erreicht hat. Immer neue Qualifikationen für die Einsatzkräfte sind nötig, um die Anforderungen an die Zukunft zu meistern.


Bericht: Andreas Bahr, KPW Kreisfeuerwehr Lüneburg
Bild: Andreas Bahr, KPW Kreisfeuerwehr Lüneburg



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