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Gemeinsame Übung der Technischen Einsatzleitung und der kommunalen Einsatzleitungen aus vier Gemeinden

Wetterlage: Außentemperatur 30 Grad; Waldbrandstufe 5; Starker Süd-Westwind

Ein Waldbrand im Bereich der Samtgemeinde Ostheide dehnt sich auf Grund ungünstiger Windverhältnisse immer weiter in Richtung Osten aus und bedroht Teile der Stadt Bleckede. Es werden Kommunale Einsatzleitungen (KEL) gebildet durch die Gemeinden Ostheide, Bleckede, Dahlenburg und Amt Neuhaus. Die Ortschaft Breetze muss evakuiert werden und der Brand breitet sich aus, daraufhin ruft der Landrat den Katastrophenfall aus.

Zur Lage in Stichpunkten:

Um ca. 15.00 Uhr wird die Feuerwehr Neetze der Feuerwehr Ostheide zu einem Waldbrand im Bereich Breetzer Berge mit dem Einsatzstichwort „B2 starke Rauchentwicklung“ gerufen. Direkt nach Eintreffen am Einsatzort wird festgestellt, dass die Lage eine größere Anzahl an Einsatzkräften erforderlich macht. Es erfolgt die Alarmerhöhung auf „B4“ und es wird der Rest des dritten Zuges der Ostheide sowie die Tanklöschfahrzeuge aus Barendorf und Reinstorf alarmiert.

15.20 Uhr: die Größe des Feuers wächst weiter, es wird der zweite Zug aus der Ostheide sowie der Vegetationsbrandzug aus Bleckede angefordert. Meldung des Feuerwehrflugdienstes in der Luft: ca. 1 ha Wald brennt.

Um 16.20 Uhr erfolgt die Lagemeldung: Zwei weitere Brände (je ca. 500qm) ausgemacht, Hauptfeuer kann nur mit massiven weiteren Kräften bekämpft werden. Nachalarmierung: Vegetationsbrandzug Dahlenburg, Stadtalarm für Bleckede (alle Feuerwehren) und Anforderung Kreisbrandmeister.

Ab ca. 17.00 Uhr Alarmierung weiterer Züge aus dem Landkreis und der Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus und Dahlenburg, Feuer bedroht die Ortschaft Breetze, diese muss evakuiert werden. Lage erfordert weitere Einsatzkräfte. Um 17.45 Uhr ruft der Landrat den Katastrophenfall aus, die Technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises Lüneburg wird alarmiert.

Ab ca. 18.15 Uhr übernimmt die TEL die Einsatzleitung. Im Bereich der TEL befinden sich neben den Kräften der Feuerwehr und den Fachberater der unterstützenden Behörden und Organisationen (Polizei, Bundeswehr, THW, DRK, ASB, DLRG, Waldbrandbeauftragte) auch die Mitarbeiter des Landkreises.
Nun muss sich ein umfängliches Lagebild verschafft werden, es gilt von den KEL‘en zu erfahren: Wie sieht die aktuelle Lage aus, wie sieht die Kommunikationsstruktur inkl. Verantwortlichkeit aus, welche Einsatzkräfte sind vor Ort oder werden benötigt, wie viele Einsatzkräfte sind im Einsatz, welches Material wird noch benötigt?

Nach der Erfassung der Lage sind Ablösungen und Versorgung für die Einsatzkräfte zu organisieren, die evakuierten Bewohner müssen versorgt und untergebracht werden, vorhandene Tiere (Kühe, Pferde, Schweine, Hühner, etc.) müssen transportiert und untergebracht werden. Weitere Einsatzkräfte sind nachzufordern, sogenannte Bereitstellungsräume (Sammelplätze) für nachrückende Kräfte sind zu bilden, es müssen weitere Pressemitteilungen und Bevölkerungswarnungen ausgegeben werden.

Ausreichend Arbeit für die TEL, gemeinsam mit den KEL‘en bis zum offiziellen Ende der Übung um ca. 22.00 Uhr. (Anmerk.: Ende der Übung ist nicht Ende der Schadenslage, das Schadensereignis würde noch mehrere Stunden, wenn nicht Tage weitergehen).

Übungsziel war die Erprobung der gemeinsamen Zusammenarbeit und der Übernahme der Einsatzleitung zwischen der KEL vor Ort und der TEL in Scharnebeck.


Bericht: Andreas Bahr, KPW Kreisfeuerwehr Lüneburg
Bild: Andreas Bahr, KPW Kreisfeuerwehr Lüneburg



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