Alarmübung in Nauden (LK DAN)
03.10.2026Am Freitagabend wurde in Nauden der Ernstfall geprobt: Um 17:34 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr Luckau zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem Gebäude. Nach der ersten Lageerkundung wurde das Einsatzstichwort um 17:44 Uhr erhöht. Mehrere Personen wurden im Gebäude vermisst.
Insgesamt rund 70 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Luckau, Lensian, Beesem-Bülitz, Wustrow, Clenze sowie die Drehleiter der Feuerwehr Lüchow stellten sich der Übungslage. Schwerpunkte der Übung waren die Menschenrettung, Brandbekämpfung, Fahrzeugaufstellung und Wasserversorgung. Insgesamt gingen zwei Atemschutztrupps zur Personensuche und Brandbekämpfung in das Gebäude vor.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Ordnung des Einsatzraumes. Gerade in einer engen Ortschaft ist eine durchdachte Fahrzeugaufstellung wichtig, damit die Zufahrtswege für nachrückende Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge freigehalten werden und sich die verschiedenen Einsatzmittel nicht gegenseitig behindern.
Parallel wurde die Wasserversorgung aufgebaut. Für die Speisung der Drehleiter wurde eine Wasserförderung über eine lange Wegstrecke von rund 500 Metern eingerichtet. Als Wasserentnahmestelle diente dabei eine Feldberegnung. Eine Wasserentnahme über den Hydranten wäre für einen massiven Löschangriff nicht ausreichend gewesen, daher ist bei einem solchen Szenario eine alternative beziehungsweise ergänzende Wasserversorgung erforderlich.
Die Einsatzstelle wurde dafür in die Bereiche Wasserförderung lange Wegstrecke, Wasserentnahme aus einem Bach mit Anstauhilfe und Brandbekämpfung aufgeteilt. So konnten die unterschiedlichen Aufgaben gezielt und koordiniert abgearbeitet werden. Einsatzleiter Torsten Lüdemann zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Gleichzeitig wurden einige Punkte sichtbar, bei denen noch Optimierungsbedarf besteht. Genau dafür sind solche Übungen da: Abläufe zu überprüfen, Schwachstellen zu erkennen und gemeinsam daraus zu lernen.
Auch Gemeindebrandmeister Michael Schalon beobachtete das Einsatzgeschehen und bedankte sich bei den rund 70 Einsatzkräften für ihren Einsatz