Veteranentag: Bundeswehr und Katastrophenschutz im Schulterschluss – Aktion in Stades Altstadt
vor 1 MonatAnlässlich des von der Bundesregierung initiierten Veteranentages zeigen das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr und weitere Partner aus dem Katastrophenschutz Präsenz. Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen suchen am Montag, 15. Juni, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr bei Bratwurst und Kaltgetränk in der Stader Altstadt den Kontakt. Landrat Kai Seefried wird die Aktion am Pferdemarkt tatkräftig unterstützen.
2024 hatte der Bundestag beschlossen, den 15. Juni zum jährlichen nationalen Veteranentag zu erklären. Damit sollen der Einsatz und der Dienst aktiver und ehemaliger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gewürdigt werden. „Veteranin oder Veteran der Bundeswehr ist, wer als Soldatin oder Soldat im aktiven Dienst steht oder aus dem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, den Dienstgrad also nicht verloren hat“, erklärt Oberstleutnant Arbo von der Ehe, Leiter des Stader Kreisverbindungskommandos. „Diese Definition ist bewusst recht weit gefasst worden. Sie trifft auf ungefähr zehn Millionen Menschen in Deutschland zu.“
In den Verteidigungspolitischen Richtlinien heißt es: „Die Bundeswehr wird […] den wechselseitigen und kontinuierlichen Austausch mit der Gesellschaft weiter pflegen und das Verständnis dafür fördern, dass Wehrhaftigkeit zum Schutz Deutschlands eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Eine aktive, auch von der Gesellschaft getragene Veteranen- und Gefallenenkultur ist eine stete Verpflichtung.“
Für Landrat Kai Seefried steht fest: „Kreisverwaltung und Bundeswehr sind seit Jahrzehnten enge Partner, die nicht nur in Krisenzeiten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen“. Diese gelte es fortzuführen und zu intensivieren. Der Veteranentag biete eine gute Gelegenheit, die Verbundenheit zur Bundeswehr zum Ausdruck zu bringen. Anlässlich des Veteranentages sind die Kreisverbindungskommandos aufgerufen, vor Ort über ihr Tun zu informieren. „Wer gedient oder Zivildienst geleistet hat, bekommt die Bratwurst umsonst“, sagt Seefried, der auch selbst am Grill stehen wird. Er hofft auf zahlreiche Interessierte, die sich auf Wurst, Getränk und Gespräch auf dem Pferdemarkt in der Stader Altstadt einfinden.
Weitere Partner aus dem Katastrophenschutz werden – ebenso wie das Kreisverbindungskommando – sich und ihre Arbeit präsentieren. „Das unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den Blaulicht-Organisationen im Katastrophenschutz des Landkreises Stade“, sagt der Landrat.
Das ist das Kreisverbindungskommando
In jedem Landkreis in Deutschland gibt es ein Kreisverbindungskommando, kurz KVK, der Bundeswehr. Es steht den zivilen Behörden, die für den Katastrophen- und Zivilschutz verantwortlich sind, zur Seite. Jedes KVK besteht aus zehn erfahrenen Soldatinnen und Soldaten, alle Reservistinnen und Reservisten mindestens im Dienstgrad Feldwebel, die sich neben ihren Zivilberufen in mehrwöchigen Speziallehrgängen der Bundeswehr die notwendige Expertise für diese anspruchsvolle Aufgabe angeeignet haben. Sie bilden die Schnittstelle zwischen den zivilen Behörden und der Bundeswehr, denn sie kennen die Bundeswehr, ihre Technik und ihre Organisation genau. So wissen sie, womit die Streitkräfte in welcher Lage am besten helfen können – und wie die dringend benötigte Hilfe am schnellsten und gezielt zum Einsatz gebracht wird.